InvestmentTicker Märkte

Marktrückblick und -ausblick 27. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach einem zunächst schwachen Wochenstart, in den USA war zudem am Montag Feiertag, setzte sich zum Wochenschluss hin an den Aktienmärkten und den mit Risiko behafteten An-leihesegmenten eine eher freundliche Tendenz durch. Die US-Börsen tendierten mehr oder weniger deutlich ins Plus, die europäischen Pendants wiesen den US-Vorgaben folgend eben-falls leicht positive Vorzeichen auf. Sowohl US- als auch Euro-Staatsanleihen erlitten hingegen im Rahmen der zum Wochenschluss sich etwas verbessernden Risikostimmung Kursverluste und verzeichneten damit einen leichten Anstieg der Renditen.

08.07.2022
Marktrückblick und -ausblick 26. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, es ist geschafft! Heute ist der 1. Juli und damit endet für alle Kapitalmarktanleger das erste Halbjahr. Hinter uns liegen denkwürdige sechs Monate, in denen zweifelhafte Rekorde aufge-stellt wurden, die wirklich niemand gern hätte sehen wollen. Der US-Aktienmarkt verlor, ge-messen am breiten S&P 500-Index seit Jahresbeginn 20 Prozent an Wert. Ende März waren es noch nur rund fünf Prozent gewesen. Damit folgten auf das schon schwache erste Quartal weitere negative drei Monate. Es ist damit das schwächste erste Halbjahr seit 60 Jahren. Dass die Verluste zuletzt so stark anstiegen lag daran, dass vor allem in den letzten Wochen die Re-zessionssorgen deutlich zunahmen. Entgegen den Erwartungen zu Jahresbeginn schwächte sich die Inflation nicht nach kurzer Zeit wieder ab. Sowohl in den USA als auch im Euroraum ist weiterhin ein hoher Preisdruck festzustellen, der sich mehr und mehr über den gesamten Warenkorb ausbreitet. Die Notenbanken sehen sich daher gezwungen, die Marktteilnehmer auf einen deutlichen restriktiveren geldpolitischen Kurs vorzubereiteten bzw. größere Zins-schritte als erwartet vorzunehmen. Gingen Anleger im März noch davon aus, dass der US-Leitzins Ende 2022 bei 2,4 Prozent liegen könnte, so wurden kürzlich sogar 3,4 Prozent vom Markt eingepreist. Dementsprechend nahmen die Wachstumssorgen mehr und mehr zu und lasteten damit dann auch noch stärker als im ersten Quartal auf den Aktienkursen. Auch für den DAX 40-Index ging es im ersten Halbjahr 20 Prozent abwärts.

01.07.2022
Marktrückblick und -ausblick 25. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Inflationsaussichten und die Wachstumsprognosen geben wenig Anlass zu Hoffnungen, dass die US-Notenbank Fed ihren quantitativen Straffungspfad überdenken würde. Die Aus-sage von US- Präsident Joe Biden am Montag, dass er bis Ende der Woche über eine Ausset-zung der Benzinsteuer nachdenke, um den Preisdruck auf die US-Verbraucher abzumildern, wirkte nicht gerade beruhigend auf die Märkte. In den USA hat sich auch der Immobilienmarkt abgekühlt. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Hausverkäufe im Mai um 8,6 Prozent zurück. Auch der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juni auf 52,4 nach 57 Punkten im Mai, was deutlich unter den erwarteten 56 Punkten lag. Dies weist auf eine wei-ter abnehmende Dynamik der Industrietätigkeit hin.

24.06.2022
Marktrückblick und -ausblick 24. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, eine ereignisreiche Woche geht zu Ende und die Nachrichtenlage ist zurzeit alles andere als erfreulich. Der Start in die Woche war schon turbulent genug, denn die Renditen von Staatsanleihen hatten bereits am Montag (und dem vergangenen Freitag) den stärksten Zwei-Tages-Anstieg seit Jahrzehnten erlebt. Hauptgrund ist die unerwartet hohe US-Inflation, die Ende der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Die Verbraucherpreise in den USA haben sich im Mai gegenüber Vorjahr um 8,6 Prozent verteuert und lagen über den Erwartungen von 8,3 Prozent. Die Anleiherenditen von US-Staatsanleihen stiegen daraufhin sprunghaft an, was auch die Aktienbörsen unter Druck setzte. Die negativen Überraschungen bei den Daten zu Inflation und Inflationserwartungen der privaten Haushalte vom vergangenen Freitag waren dann auch für die Fed ganz offensichtlich zu viel: Die Kapitalmärkte mussten erneut Zinserhöhungen in mehreren Ländern verkraften, allen voran das starke Signal der US-Notenbank Fed, die den US-Leitzins um satte 75 Basispunkte nach oben schraubte und damit den größten Zinsschritt seit 1994 ging. Da die Fed noch weit von ihrem Inflationsziel entfernt ist, kündigte sie weitere Zinsschritte an.

17.06.2022
Marktrückblick und -ausblick 23. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag wie erwartet für Juli eine erste Zinserhöhung angekündigt. Mit der Anhebung um 0,25 Prozentpunkte wird damit nach elf Jahren die Zinswende eingeläutet. Weitere Anhebungen, voraussichtlich ab September, dürften angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung folgen. Über deren Höhe wird rege diskutiert, stehen derzeit auch größere Einzelschritte von 0,5 Prozentpunkten zur Debatte. Darüber hinaus wird das Anleiheankaufprogramm Ende Juni auslaufen, die EZB wird danach nur noch fällige Wertpapiere reinvestieren. Die Finanzmärkte verhielten sich im Vorfeld der Notenbanksitzung zunächst abwartend. Im Verlauf des Donnerstags drehten dann die Aktienmärkte nach der EZB-Entscheidung ins Minus. Auch an den Anleihemärkten prägten Kursverluste das Geschehen, die Renditen stiegen weiter an.

10.06.2022
Marktrückblick und -ausblick 22. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in den letzten Handelswochen bestimmten Konjunktursorgen das Marktgeschehen. Anleger befürchteten vor allem in den USA einen Rückgang der Konsumausgaben. Dadurch wurde die Sorge vor womöglich weiter steigenden Preisen in den Hintergrund gedrängt. In den vergangenen Tagen fielen einige Wirtschaftsdaten besser als erwartet aus. So stieg der US-Einkaufsmanagerindex (ISM) im Mai von zuvor 55,4 auf 56,1 Punkte an. Im Vorfeld hatten Analysten mit einem Rückgang auf 54,5 Zähler gerechnet. Der regelmäßig vor einer US-Notenbanksitzung veröffentlichte Konjunkturbericht „Beige Book“ zeigte allerdings größere regionale Unterschiede auf. In einigen US-Bundesstaaten fällt das Wachstum nur noch moderat aus. Einige Firmen berichten auch von ersten Einstellungsstopps. Hieran dürften allerdings auch die hohen Lohnkosten einen Anteil haben. In Summe lässt sich sagen, dass die US-Wirtschaftskraft weiter an Dynamik verlieren dürfte. Ein Einbruch ist aber nicht auszumachen. Für Rückenwind sorgt weiterhin der feste Arbeitsmarkt. Im Mai wurde ein Stellenaufbau in Höhe von 390.000 vermeldet, erwartet waren nur 318.000 neue Jobs. Der Lohndruck ließ dabei etwas nach.

03.06.2022
Marktrückblick und -ausblick 21. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, im Mittelpunkt der Marktteilnehmer standen auch in dieser Woche die Sorgen vor einer möglichen Wachstumsabschwächung. Die vorgelegten Konjunkturdaten gaben letztlich nur bedingt Aufschluss. Mit den Einkaufsmanagerindizes wurden zwar wichtige Frühindikatoren veröffentlicht, doch die Aussagekraft war begrenzt. In Europa tendierten die Umfragewerte in Summe seitwärts, in Deutschland konnten sie sogar leicht steigen. Hierfür war vor allem eine gute Lagebeurteilung ausschlaggebend. Angesichts der vielfältigen Belastungsfaktoren aus hoher Inflation, Krieg in der Ukraine, Lieferproblemen und der Konjunkturschwäche in China möchte man meinen, dass dies ausgesprochen positiv zu interpretieren sei. Doch die Lieferprobleme und der hohe Auftragseingang der Vormonate haben für einen gewissen Rückstau in der Produktion gesorgt, der zunächst noch abgearbeitet werden muss. Somit ist die Auslastung im produzieren Gewerbe weiter hoch. Hinzu kommen Nachholeffekt im Dienstleistungssektor. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex zeichnete ein ähnliches Bild. Nach vorn betrachtet machte sich aber etwas Skepsis breit, ob die Belastungsfaktoren nicht doch stärker durchschlagen könnten als von den Chefeinkäufern angenommen.

27.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 20. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der zurückliegenden Woche richteten die Anleger an den Kapitalmärkten ihr Augenmerk auf eine Reihe neuer Konjunkturdaten insbesondere aus den USA, die Hinweise über die Verfassung des Konsums und der Industrie gaben. Das Bild fiel gemischt aus. So sind in den USA die Einzelhandelsumsätze im April im Monatsvergleich um 0,9 Prozent gestiegen. Dies war etwas weniger als Volkswirte erwartet hatten. Allerdings wurde das Plus im Vormonat deutlich nach oben revidiert, und zwar von ursprünglich 0,5 Prozent auf 1,4 Prozent. Dennoch kursierten am Markt Sorgen, dass der private Konsum durch die hohe Inflation und eine zunehmend straffere Geldpolitik unter Druck geraten könnte. Nahrung erhielten solche Sorgen durch Berichte von Einzelhandelsunternehmen aus den USA wie Target oder Walmart, die in einigen Bereichen von stockenden Absätzen berichteten.

20.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 19. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Verbraucherpreise sind im April mit 0,3 Prozent weiter angestiegen. Die Teuerung war aber geringer als noch im März, der mit plus 1,2 Prozent deutlich höher ausfiel. Im Wesentlichen zeigte sich der Rückgang der Energiekomponente hierfür verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Preise im April um 8,3 Prozent zu und lagen damit leicht über den Er-wartungen der Analysten. Die Stimmung an den Aktienbörsen war in der Berichtswoche alles andere als erfreulich, die Indizes tendierten ins Minus. Vor allem Aktientitel mit hohen Wachs-tumsperspektiven, wie etwa die im US-Nasdaq-Index abgebildeten Papiere, gaben deutlich nach. Die restriktivere Zins- und Geldpolitik der Zentralbanken, der Krieg in der Ukraine und die Lockdowns in China verbunden mit einer Eintrübung des Wachstumsausblicks bilden derzeit eine ungünstige Gemengelage und heizen sowohl Inflations- als auch Rezessionsängste weiter an. Die Staatsanleihemärkte in den USA sowie im Euroraum setzten hingegen nach sehr schwachen Vorwochen zu einer Gegenbewegung an und erzielten Kursgewinne.

13.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 18. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, wie am Markt allgemein erwartet hat die US-Notenbank Fed am Mittwochabend nach Abschluss ihrer zweitägigen Sitzung die Fed Funds Rate um 0,5 Prozent angehoben. Das Zielband liegt nun bei 0,75 bis 1,0 Prozent. Gleichzeitig wurde der baldige Beginn des Bilanzabbaus angekündigt. Die Märkte reagierten zunächst überaus positiv auf die Nachrichten der Zentralbank. Eine wohl nicht unerhebliche Zahl an Marktteilnehmern hatte im Vorfeld wohl schlimmeres befürchtet und dabei größere Zinserhöhungsschritte um 0,75 Prozent nicht ausgeschlossen. Dies dürfte nach den erfolgten Erklärungen aber nunmehr vom Tisch sein. Sowohl an den Renten als auch den Aktienmärkten kam es zunächst zu einer positiven Kursreaktion, die jedoch nicht lange anhielt. Belastungsfaktoren wie die Inflationsentwicklung und zunehmende Sorgen hinsichtlich einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums behielten in der Berichtswoche an den Märkten die Oberhand. Sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte verzeichneten aufgrund der geringen Risikobereitschaft der Anleger Verluste.

06.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 17. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Unsicherheitsfaktoren rund um den Ukraine-Krieg halten an und begleiteten die Marktteilnehmer auch in dieser Woche. Immer mehr Länder sind zu umfangreichen Waffenlieferungen an die Ukraine bereit, nun auch Deutschland. In diesem Zusammenhang nimmt jedoch die Befürchtung zu, Russland könnte die Lieferung von Rohöl und Erdgas reduzieren oder gar gänzlich einstellen. Am Mittwoch setzte die Regierung in Moskau hierzu ein Ausrufezeichen, als der russische Staatskonzern Gazprom die Lieferung von Erdgas an Polen und Bulgarien komplett einstellte. Beide Länder hatten sich geweigert, die Rechnung – wie vom Kreml gefordert – zukünftig in Rubel zu begleichen. Unmittelbar nach Bekanntgabe stieg der europäische Erdgaspreis daraufhin um 20 Prozent an. Sowohl Polen als auch Bulgarien wollten Ende des Jahres ohnehin unabhängig von Lieferungen aus Russland werden. Polen wird dazu im Herbst eine neue Pipeline nach Norwegen in Betrieb nehmen, Bulgarien wird zukünftig verstärkt aus Griechenland beliefert. Bis zum Handelsschluss beruhigte sich die Lage wieder und Erdgas ging lediglich mit einem Plus von vier Prozent aus dem Handel. Großabnehmer wie Deutschland werden noch Jahre brauchen, bis man auf Gaslieferungen aus Russland verzichten kann. Dies sei wohl frühestens 2024 möglich. In Österreich könnte es sogar bis 2027 dauern. Beide Länder bezahlen aber weiterhin in Euro an die Gazprombank, die dann die Zahlungen in Rubel konvertiert. So fand sich eine gesichtswahrende Lösung für beide Parteien.

29.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 16. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, auch in dieser kurzen Handelswoche wurden die massiven ökonomischen Folgen des Krieges in der Ukraine einmal mehr bestätigt. So senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) unter anderem deswegen seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich. Diese wird laut dem Institut in diesem Jahr um 3,6 Prozent zulegen. Im Jahr 2021 war ein Zuwachs von 6,1 Prozent zu verzeichnen. Mit dieser neuen Wachstumsprognose hat der IWF seine Schätzungen für das Jahr 2022 deutlich, um 0,8 Punkte, gesenkt.

22.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 15. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Inflation ist im März um 8,5 Prozent angestiegen. Dies war letztlich alles andere als überraschend, aber etwas mehr als von den Analysten erwartet (Bloomberg-Konsens 8,4 Prozent). Damit dürfte sich die US-Notenbank in ihrer restriktiven Geldpolitik bestätigt sehen. An den Staatsanleihemärkten, vor allem in den USA, kam es in der um den Karfreitag verkürzten Handelswoche zu einer Konsolidierung. Der ansteigende Renditetrend setzte sich, zumindest in den USA, nicht weiter fort. Die Aktienmärkte verzeichneten in der verkürzten Handelswoche überwiegend leicht rückläufige Notierungen. Die Inflationsentwicklung belastete, zudem drückte die Lage in der Ukraine auf die Stimmung. In der Berichtswoche nahm zudem die Bilanzbe-richtssaison zum 1. Quartal an Fahrt auf. Die Europäische Zentralbank hielt am Donnerstag auf ihrer Sitzung am bislang skizzierten Weg zur Normalisierung ihrer Geldpolitik fest. Wie erwartet blieben die maßgeblichen Zinssätze unverändert. Die Juni-Sitzung mit den dann neuen wirtschaftlichen Projektionen wird dann entscheidend sein.

14.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 14. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, abgesehen von den andauernden schrecklichen Kriegsereignissen in der Ukraine fanden am Kapitalmarkt auch finanzpolitische Themen in der Berichtswoche gehör. Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vom 16. März bestätigt den nunmehr eingeschlagenen restriktiveren geldpolitischen Kurs. Zudem schlug dann am Donnerstag das vorgelegte Protokoll des EZB-Treffens vom 10. März in die gleiche Kerbe. Auch im Euroraum scheint ein nicht unerheblicher Teil der EZB-Ratsmitglieder für eine schnelle Normalisierung der europäischen Geldpolitik zu votieren. In der Folge stiegen die Renditen in den Kern-Staatsanleihemärkten wie den USA und Deutschland merklich an, was mit entsprechenden Kursverlusten bei den Anleihekursen einher ging. An den Aktienmärkten war der Kurstrend ebenfalls nach unten gerichtet. Der Ukraine-Krieg mit weiteren Sanktionen gegen Russland, Sorgen wegen hoher Energiepreise, schwächere chinesische Wirtschaftsdaten und die straffere Geld- bzw. Zinspolitik in den USA waren ein nicht gerade optimales Umfeld für die Aktienmärkte.

08.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 13. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die abgelaufene Handelswoche erneut (mit)geprägt. Insbesondere zu Wochenbeginn standen die unter türkischer Vermittlung stattfindenden Verhandlungen der beiden Länder im Mittelpunkt des Interesses. Die Nachricht von russischer Seite, wonach die Militäroperationen rund um Kiew verringert werden sollten, schürte dabei die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den Konfliktparteien und führte am Dienstag an den Kapitalmärkten zu Kursgewinnen bei Aktien und einem Rückgang des Ölpreises. Auch ein in Aussicht gestelltes, mögliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Pendant Wolodymyr Selensky wurde von Beobachtern als kleiner Fortschritt gewertet.

01.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 12. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in den Vereinigten Staaten scheint der Aufschwung weiter intakt. Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen zuletzt auf 187.000 und damit den niedrigsten Wert seit 1969. Gleichzeitig verbesserten sich die Einkaufsmanagerindizes von 55,9 auf 58,5 Zähler, obwohl die Mehrzahl der Analysten von einem Rückgang ausgegangen war. Unterstützend wirkten die Beruhigung im Pandemiegeschehen und die damit wieder anziehende Wirtschaftsaktivität in den USA. Zudem sind die nordamerikanischen Volkswirtschaften nicht so eng mit Russland oder der Ukraine verflochten wie andere Regionen, sodass der Bremseffekt hier geringer ausfällt. Dies unterstreichen auch die ebenfalls veröffentlichten Bestelleingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, ein vielbeachteter Frühindikator für die Investitionsausgaben. Zwar war für den März ein Rückgang zu verzeichnen, der allerdings ausschließlich auf gesunkene Bestellungen beim Flugzeugbauer Boeing zurückzuführen war. Insgesamt bleibt die US-Wachstumsdynamik aber hoch, was sich allerdings auch in zunehmenden Preisdruck widerspiegelt.

25.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 11. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der Krieg und das damit verbundene Leid in der Ukraine hält unvermindert an und ist weiterhin ein wichtiger Einflussfaktor. Sowohl in Kiew als auch in Moskau sprach man von zunehmend konstruktiven Gesprächen, wenngleich man auf dem Schlachtfeld von einer möglichen Annäherung leider keine Auswirkungen verspürte. Dort verstärkten sich die Kampfhandlungen vielmehr. Der Kapitalmarkt hoffte indes auf eine mögliche Annäherung und reagierte darauf positiv. In den letzten Tagen blickten die Marktteilnehmer deshalb auch wieder stärker auf die Themen Wachstum und Inflation. Von besonderem Interesse ist dabei, wie die Notenbanken den Spagat zwischen den weiterhin steigenden Inflationszahlen auf der einen Seite und den sich eintrübenden Wachstumsaussichten auf der anderen Seite meistern. Von Seiten der Europäischen Zentralbank (EZB) gab es dazu in der vergangenen Woche ein klares Signal: Die Preisstabilität hat Vorrang. In dieser Woche zog nun auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nach.

18.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 10. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Berichtswoche standen die Finanzmärkte unvermindert unter dem Eindruck des Ge-schehens in der Ukraine. Zur Wochenmitte machten die Verhandlungen der Außenminister Russlands und der Ukraine in der Türkei Hoffnung auf eine Beilegung des Konfliktes. Dem leider ergebnislosen Treffen folgte dann rasch die Ernüchterung. Im Blickpunkt stand zudem einmal mehr die Entwicklung der Energiepreise, die deutlich zulegten. Für etwas Ablenkung sorgte am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB). Angesichts der deutlich gestiege-nen Inflation hat die EZB signalisiert, ihre geldpolitische Straffung schneller zurückzufahren - trotz des Krieges in der Ukraine. Mit dieser unerwartet deutlichen Ankündigung hat die EZB die Marktteilnehmer etwas überrascht. An den Aktienbörsen ergab sich per Freitagvormittag eine uneinheitliche Entwicklung. In Asien schlossen der japanische Nikkei 225-Index und der chinesische HSCEI mit 3,1 Prozent sowie mit 8,1 Prozent im Minus. Die US-Börsen hatten vor dem Start in den Freitagshandel Verluste von 1,3 bis 1,8 Prozent zu verzeichnen. In Europa zeigte sich ein freundlicheres Bild. Der EU-RO STOXX 50-Index, DAX 40, CAC 40-Index sowie der britische FTSE 100-Index lagen alle-samt mit bis zu drei Prozent im Plus. An den Staatsanleihemärkten fielen hingegen die Notierungen. Die EZB hatte die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, im Anschluss an die Notenbanksitzung kam es zu Verlusten mit einem entsprechenden Anstieg der Renditen.

11.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 9. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, das schreckliche Kriegsgeschehen in der Ukraine und die damit einhergehende humanitäre Katastrophe bestimmten in der Berichtswoche das Marktgeschehen. Angesichts der Unwäg-barkeiten und der hohen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung kann hier nur eine Momentaufnahme zu den Auswirkungen auf die Finanzmärkte erfolgen: Der Druck auf die Aktienbörsen setzte sich fort. Vor allem in Europa tendierten die Börsen am Freitagvormittag nach dem zuvor erfolgten Beschuss des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja deutlich abwärts. An den Rentenmärkten war Sicherheit gefragt. Sowohl deutsche Bundesanleihen als auch US-Schatzanweisungen wiesen unter Schwankungen Kursgewinne und damit rückläufi-ge Renditen auf. Die Rohstoffmärkte reagierten entsprechend, der Ölpreis zog deutlich an und lag am Freitag für die Sorte Brent bei knapp 112 US-Dollar je Barrel. Am Donnerstag schnellte die Notierung zwischenzeitlich sogar auf 120 US-Dollar nach oben. Auch hat sich der Preis für europäisches Erdgas nochmals stark verteuert.

04.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 8. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Nacht zum Donnerstag ist wahr geworden, was viele wohl kaum für möglich gehalten haben. Erstmals seit 1939 hat ein europäisches Land einen Nachbarstaat angegriffen. Der rus-sische Präsident Wladimir Putin gab in einer Rede bekannt, eine militärische Aktion auf die Donbass-Region befohlen zu haben. Darüber hinaus soll landesweit die militärische Infrastruk-tur der Ukraine zerstört werden, auch wenn das Land nach Aussage Putins wohl nicht voll-ständig besetzt werden soll. Ob sich diese Ankündigung bestätigt bzw. wie weit der russische Vormarsch gehen wird, bleibt derzeit abzuwarten. Die ukrainische Regierung wie auch die westlichen Staaten haben den Entschluss Moskaus scharf kritisiert.

25.02.2022
Marktrückblick und -ausblick 7. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nicht nur beim Wetter, auch an den Kapitalmärkten war es eine stürmische Woche. Im Fokus standen der Russland-Ukraine-Konflikts sowie die Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbanksitzung. Auch wenn die Sorgen um die geo- und geldpolitischen Risiken die Stimmung an den Kapitalmärkten trübten, wurden auch positive Nachrichten veröffentlicht. Neben den optimistischen Nachrichten aus Deutschland bezüglich dem baldigen Ende der aktuellen Corona-Maßnahmen, wurden überraschend positive Konjunkturdaten aus Europa und den USA bekannt gegeben.

18.02.2022

Börse

Loading:
Data

from
Server Uhr
DAX ESTOXX50 Bund-Future

Kontakt

Tel. 00352 2640-9500